Die HDI Versicherung und die Solvd Group, ein weltweit führender Innovator digitaler Lösungen für das Schaden- und Reparaturmanagement, gehen eine langfristige strategische Partnerschaft ein. Im Mittelpunkt der Zusammenarbeit steht, dass die HDI Versicherung künftig die Prozesse und Dienstleistungen der Solvd Group in den Bereichen Werkstattnetz und Schadenanalyse nutzen wird. Gemeinsam wollen beide Partner diese Leistungen weiterentwickeln und neue Maßstäbe setzen.
Im Zuge der Partnerschaft übernimmt die Solvd Group die SSV Schadenschutzverband GmbH von der HDI Versicherung und integriert diese in ihr Leistungsangebot, um das Privatkundengeschäft sowie das Flotten- und OEM-Geschäft weiter auszubauen.
Zukünftig werden die Solvd Group und ihre Tochtergesellschaften, darunter ControlExpert und Innovation Group, unterstützt durch die SSV Schadenschutzverband GmbH, zentrale Dienstleistungen wie Werkstattsteuerung und Belegprüfung für die HDI Versicherung übernehmen. Die Zusammenarbeit ist langfristig angelegt und sichert sowohl das Know-how der SSV-Mitarbeitenden als auch die bewährten Leistungen des Werkstattnetzes.
Für die HDI Versicherung bietet die Partnerschaft die Chance, Skaleneffekte zu realisieren und Innovationen im Reparaturmarkt schnell zu nutzen. Die Zusammenarbeit mit dem Werkstattnetz der Innovation Group sorgt für eine noch größere regionale Abdeckung und bessere Serviceleistungen für die Kunden der HDI Versicherung. Die Schadenplattform „Gateway“ verbindet Versicherer, Werkstätten und Partner effizient miteinander und integriert sämtliche Prozesse im Schaden- und Reparaturmanagement. Das sichert klare, digitale Abläufe, von denen auch die Werkstattpartner durch mehr Aufträge, ein erweitertes Kundennetzwerk und weniger Verwaltungsaufwand profitieren.
Die Solvd Group sieht in der Partnerschaft einen wichtigen Schritt, ihr End-to-End-Schaden- und Reparaturmanagement weiter auszubauen. Mithilfe moderner Technologien und Künstlicher Intelligenz werden alle Prozessschritte miteinander verbunden – von der Schadenmeldung bis zur vollständigen Reparatur. Die Vision der Solvd Group: Eine Schadenabwicklung in unter einem Tag zu ermöglichen.
Stimmen zur Partnerschaft:
Sebastian Lins, Chief Markets Officer der Solvd Group sagt dazu:
„Die Partnerschaft mit der HDI Versicherung ist ein starkes Signal für den Markt: Sie zeigt, dass führende Versicherer auf unsere Erfahrung, unser Technologie-Know-how und unsere integrierten Lösungen vertrauen. Gemeinsam setzen wir neue Maßstäbe im Schadenmanagement – effizient, transparent und zukunftsfähig. Für uns ist dieser Schritt ein weiterer Beleg dafür, dass wir als neutraler und verlässlicher Partner Mehrwerte für die gesamte Branche schaffen können.“
Christoph Kemmner, Leiter SHUK Schaden bei der HDI Versicherung und Geschäftsführer der SSV Schadenschutzverband GmbH ergänzt: „Mit der Solvd Group gestalten wir die Zukunft des Schadenmanagements aktiv mit. Durch die Verbindung moderner digitaler Infrastruktur mit der langjährigen Expertise der SSV Schadenschutzverband GmbH setzen wir neue Standards für Service und Prozessqualität. Diese Partnerschaft ermöglicht es uns, unseren hervorragenden Schadenservice weiter auszubauen und die Beiträge für unsere Kunden stabil zu halten.“ Die Solvd Group vereint marktführende Unternehmen wie ControlExpert, GT Motive, Innovation Group sowie künftig die SSV Schadenschutzverband GmbH unter einem Dach. Mit jahrzehntelanger Erfahrung und modernster Technologie – einschließlich Künstlicher Intelligenz – bietet die Gruppe zukunftsweisende Lösungen für das Schaden- und Reparaturmanagement.
Wir haben zwei Kollegen zu ihren Erfahrungen am Arbeitsplatz während und nach der Corona-Pandemie befragt. Omar Pirija ist seit 22 Jahren bei der Innovation Group beschäftigt. Er arbeitet im Vertrieb des Leasing-Teams. Bob Schönfeld ist seit einem Jahr im Team der Innovation Group. Er arbeitet im Customer Service Versicherung / Kfz-Schadenbearbeitung.


Wie hat sich dein Arbeitsumfeld seit der COVID-Pandemie verändert?
Omar Pirija (OP): Während des ersten Lockdowns habe ich sehr gelitten. Die Umstellung auf Homeoffice fiel mir sehr schwer. Es war ein Behelfsarbeitsplatz. Ich war froh, als ich Ende Mai 2020 wieder ins Büro durfte. Ich war daraufhin ein Jahr im Büro. Seit Juni 2021 bevorzuge ich allerdings das Homeoffice, da ich mich inzwischen zuhause professionell eingerichtet habe. Die Arbeit findet mittlerweile zu 60 Prozent im Homeoffice statt.
Bei der Umstellung ins Homeoffice hätte ich mir damals etwas mehr Unterstützung durch den Arbeitgeber gewünscht. Aber es war vermutlich für alle eine chaotische Zeit.
Bob Schönfeld (BS): Ich habe mitten in der Pandemie bei der Innovation Group angefangen. Durch Corona waren die kollegialen Kontakte nur digital möglich, das war schwierig. Aber seit die Pandemie-Maßnahmen weggefallen sind, empfinde ich es als sehr positiv in einem vollen Büro mit meinem Team zusammenzuarbeiten.
Welche Rolle spielt die Digitalisierung des Arbeitsplatzes dabei?
OP: Das Leasing-Team begann früh mit der Digitalisierung. Seit April 2018 konnten alle Prozesse zu 90 Prozent digital abgebildet werden. Mittlerweile ist die Innovation Group im Bereich Leasing vollständig digital, auch wenn immer mal wieder Post in Papierform ankommt. Manche Prozesse lassen sich aber trotz eines hohen Digitalisierungsgrads nur manuell erledigen. Nicht alles lässt sich automatisieren.
BS: Die Digitalisierung hilft bei der Gestaltung des Open Space Konzepts. Da alle Arbeitsprozesse auch per Laptop umsetzbar sind, ist die Arbeit im Homeoffice sehr leicht zu ermöglichen. Wir haben es der Digitalisierung zu verdanken, wählen zu können, ob wir im Homeoffice oder im Büro arbeiten.
Welche Vor- aber auch Nachteile bringen die digitalen Veränderungen?
OP: Von Vorteil ist, dass sich die Profitabilität um ein Vielfaches erhöht hat. Auch die Transparenz innerhalb der Projekte und der Austausch von Informationen und Leistungen verbessern sich und steigern somit die Zufriedenheit aller Beteiligten. Nachteile: Oft werden analoge Prozesse 1 zu 1 digitalisiert, ohne den Prozess selbst zu prüfen. Die Digitalisierung macht einen generell unzulänglichen Prozessschritt aber nicht besser. Man versucht dann, durch Pseudo-Engineering die schlechte Transformation zu überdecken.
BS: Wir haben einfachere Kommunikationswege und schnellere Arbeitsprozesse. Das fördert unsere Effizienz. Leider gibt es immer wieder Probleme bei der Umsetzung der digitalen Prozesse. Stürzt die Software ab, sind wir arbeitsunfähig. Dauert der Stillstand länger oder ist ein Ende nicht direkt absehbar, setzt einen das unter Druck. Wir sind halt alle immer ungeduldiger, weil wir gelernt haben, dass alles immer sofort mit wenigen Klicks klappt. Das ist alles Fluch und Segen zugleich.
Wie hat sich das Verhältnis zu deinen Kolleg:innen verändert?
OP: Der persönliche Kontakt ist seltener geworden. Dafür schätzt man ein persönliches Treffen heute umso mehr. Ich habe mich deshalb bei der „Kolokotronis-Truppe“ (griechisches Lokal in Bad Cannstatt) beworben und hatte die Ehre, in den Kreis aufgenommen worden zu sein. Hier trifft man sich in unregelmäßigen Abständen zum geselligen Beisammensein unter Kollegen und Kolleginnen.
Ich nutze an den Bürotagen aber auch gerne die Zeit für eine gemeinsame Mittagspause mit Kollegen und Kolleginnen. Ein Plausch über MS-Teams ist auch eine willkommene Abwechslung.
BS: Durch die Digitalisierung wird das Verhältnis zu Kollegen und Kolleginnen unpersönlicher. Der Plausch in der Kaffeeküche ist seltener. Man spricht weniger miteinander. Durch Messages und virtuelle Meetings sind wir aber auch effizienter. Teams beispielsweise ist von Vorteil, wenn man schnell mal etwas mitteilen will.
Hat die Innovation Group diesen Wandel gut umgesetzt?
OP: Ja – ein Beleg hierfür ist, dass flächendeckend operativ digital von zu Hause gearbeitet werden kann.
BS: Ich finde das Open-Space-Konzept der Innovation Group ideal. Wir können frei mobil arbeiten – mal im Büro, mal im Homeoffice.
Welche sozialen Aspekte sind für dich für ein angenehmes Arbeitsumfeld wünschenswert?
OP: Mein Motto stammt von Stan Lee: “Wenn du mit Leuten arbeitest, die du respektierst und die du magst sowie bewunderst, weil sie so gut in dem sind, was sie tun, fühlt es sich nicht wie Arbeit an. Es ist, als würdest du spielen.”
BS: Ich mag es, nette und auch mal witzige Kollegen und Kolleginnen, um mich zu haben, eine ehrliche & konstruktive Feedbackkultur und optimistische und realistische Arbeitshaltung im Team.
Wenn du Chef wärst, welche Änderung würdest Du implementieren?
OP: Ich würde die 38-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich einführen.
BS: Ich würde versuchen, auf die Mitarbeiter einzugehen und durch gezielte Umfragen die Wünsche und Vorschläge der Belegschaft zu verwirklichen, damit sowohl Vertrauen als auch Motivation gemeinsam gesteigert werden können.
Wie der richtige Umgang mit Fehlern der Versicherungsbranche hilft.
Von Christiane Pietsch
Bei einer Schadensregulierung überprüft eine Versicherungsgesellschaft die eingereichten Schadensersatzansprüche. Dabei geht es zunächst um die Klärung der Ursachen des Schadensereignisses aber auch, wer dieses verursacht hat. Hierbei kommt es vor allem auf die Genauigkeit der Prüfung des Sachverhalts an. Mögliche Fehler bei der Bearbeitung können signifikante negative Auswirkungen sowohl für den Geschädigten als auch für das jeweilige Versicherungsunternehmen haben.
Bei jeder Schadensregulierung kann etwas übersehen werden, verursacht beispielsweise durch eine ungenaue Schadensmeldung oder deren falsche Interpretation. Selbst bei der umsichtigsten und kompetentesten Bearbeitung kann das vorkommen. Fehler können also nicht gänzlich vermieden werden. Umso wichtiger ist es, richtig mit ihnen umzugehen. Stichwort Fehlerkultur – oder besser gesagt Lern
Wie stark ist der Druck „keine Fehler machen zu dürfen“? Was ist, wenn dennoch ein Fehler passiert? Fehler werden sich nie vermeiden lassen, doch gibt es Wege, sie zu reduzieren. Dies erfordert einen offenen Umgang mit Fehlern, um diese in Zukunft verhindern zu können. Oft hängt der Umgang mit Fehlern auch von der Kultur ab. Gerade in den USA sprechen Manager:innen viel offener über Probleme und begangene Fehler als wir. Zahlreiche erfolgreiche Geschäftsleute gehen offen mit den von ihnen gemachten Fehlern und den daraus resultierenden Misserfolgen um. Sie nutzen die daraus gemachten Erfahrungen, um Produkte aber auch Entwicklungsprozesse nachhaltig zu verbessern. kultur. Denn jeder individuelle aber auch eventuell systembedingte Fehler bietet die Chance, aus ihm zu lernen. (z.B. Steve Jobs. Bevor er seine revolutionären Apple Produkte erfand, musste er auch einige Misserfolge bewältigen, um aus diesen lernen zu können)
Wenn Führungskräfte die eigene Unvollkommenheit eingestehen, macht es sie menschlicher und damit zugänglicher. Außerdem wird es für die Mitarbeitenden einfacher, eigene Fehler zuzugeben. Und das ist das Ziel einer Lernkultur, in der Fehler und der positive Umgang mit diesen den Erfahrungsschatz des gesamten Unternehmens bereichern. Wir benötigen neben Offenheit weitere Führungseigenschaften angesichts der vielen Krisen, die die Weltwirtschaft bedrohen. Dazu gehören Qualitäten wie Bescheidenheit, Rückgrat, Entscheidungsfreude, Empathie und vor allem Mut. Es gehört nämlich Mut dazu, sich und dem Versicherungsnehmer einzugestehen, dass bei einer Schadensregulierung ein Fehler aufgetreten ist. Natürlich steht an erster Stelle der Anspruch, keinen solchen zu machen. Zu einer Lernkultur zählt aber auch, Fehler nicht mit Versagen gleichzusetzen. Der richtige Umgang mit Fehlern hilft sowohl dem Unternehmen als auch dem Versicherungsnehmer. Eine Aufklärung, Entschuldigung und Kompensation im Falle eines Irrtums erhöht das Vertrauen des Geschädigten, anstatt ihn zu enttäuschen.
Wie es nicht funktioniert, zeigt der Umgang mit dem Dieselskandal. Eine Abfolge von Vertuschung, Leugnung und Abwiegeln hat die betreffenden Automobilhersteller nicht nur viel Geld, sondern auch Reputation gekostet. Immer noch beschäftigen sich Gerichte mit den Vorgängen, die Automobilkonzerne machen weiterhin Negativ-Schlagzeilen. Eine ganze Branche ist angeschlagen.
Daraus kann die Versicherungswirtschaft lernen: Ein vertuschter Fehler ist weitaus schlimmer als ein eingestandener. Daher sollten Fehler offen zugegeben werden können, ohne Sanktionen befürchten zu müssen. Es sollte die Fehleranalyse im Vordergrund stehen, die das dahinterliegende Problem offenbart und nicht die Suche nach dem Schuldigen. In der Versicherungsbranche geht es um Schicksale. Versicherungen wurden eingeführt, um Menschen vor einem finanziellen Schaden zu bewahren. Damit trägt die Branche dazu bei, mehr „Glück im Unglück“ zu ermöglichen. Ein richtiger Umgang mit – trotz aller Umsicht – auftretenden Fehlern hilft, das positive Image einer Versicherung auszubauen und Schicksale zum Guten zu wenden. Aufgrund dessen benötigen wir eine Lernkultur.
Christiane Pietsch, Partnerin bei Odgers Berndtson, zuständig für den Bereich Financial Services.
Mit Georgios Sarakatsianos, Team Lead Senior Service Excellence Beschwerdemanagement, und Robert Hoffmann, Head of Operations, Innovation Group Services Leipzig, sprechen zwei Führungskräfte im Interview über ihre Fehler, und was sie aus ihnen gelernt haben.


Wie empfinden Sie es, wenn Ihnen im Job ein Fehler unterläuft?
Georgios Sarakatsianos (GS): Unterschiedlich! Je nachdem, um welchen Fehler es sich handelt. Grundsätzlich vertrete ich die Einstellung: Fehler macht nur derjenige, der arbeitet!
Robert Hoffmann (RH): Es ist immer eine Frage, um welche Art von Fehler es sich handelt und welche Auswirkungen dieser hat. Daher ist das Empfinden von Fehlern stark von der individuellen Situation und der eigenen Einstellung abhängig. Es kann sein, dass ich bei einem Fehler frustriert oder verärgert bin, besonders wenn der Fehler nicht nur negative Auswirkungen auf mich hat. In den meisten Fällen sehe ich Fehler aber als Gelegenheit zur Weiterentwicklung und als Chance, daraus zu lernen. Letztendlich ist es wichtig, Verantwortung zu übernehmen und nach Lösungen zu suchen, um zukünftige Fehler zu vermeiden.
Welcher Fehler in Ihrem Berufsleben ist Ihnen besonders in Erinnerung. Wie haben Sie ihn gelöst?
GS: Das war während meiner Zeit in der Werkstatt. Das Fahrzeug, ein Mercedes Oldtimer, gehörte dem ehemaligen Formel-1-Fahrer David Coulthard. Unsere Aufgabe bestand darin, das gesamte Fahrzeug neu zu lackieren. Wir standen unter großem Zeitdruck, da das Fahrzeug von Fellbach nach Monaco überführt werden musste. Für das gesamte Projekt hatten wir einen Monat Zeit. Zwei Wochen vor dem Liefertermin befand sich das Fahrzeug bereits in der Lackierkabine … und dann passierte es: Ich habe den falschen Farbton aufgetragen. Wir waren gezwungen, alles erneut abzuschleifen, abzukleben, zu reinigen und erneut zu lackieren …
RH: Einer der Fehler, der mir in meinem Berufsleben in Erinnerung geblieben ist, weil er zum Teil heute noch passiert, ist folgender: Ich habe mir zu Beginn meiner beruflichen Entwicklung sehr schwer damit getan, Dinge abzugeben und wollte alles selbst erledigen. Das Delegieren von Aufgaben ist aber die wichtigste Fähigkeit im Berufsleben, um effizient zu arbeiten und Verantwortung zu teilen. Es hilft auch, weitere Fehler zu vermeiden, die durch eine zu hohe Anzahl an Aufgaben entstehen können. Aus meiner Sicht ist es sehr wichtig, Vertrauen in die Fähigkeiten und Leistungen des eigenen Teams zu entwickeln und ihnen die Möglichkeit zu geben, ihre individuellen Stärken zu zeigen. Dies und eine klare Kommunikation darüber, warum man Dinge abgibt, sind letztendlich ein Schlüssel zum Erfolg.
Haben Sie diesen Fehler allein behoben oder haben Sie dabei mit Ihrem Team zusammengearbeitet?
GS: Das war eine großartige Teamarbeit! Wir sprechen auch heute mit den alten Teamkollegen darüber. Solche Erlebnisse schaffen oft eine besondere Verbundenheit.
RH: Zunächst musste ich dieses Thema allein angehen, um meine persönliche Einstellung zu ändern. Dadurch wurde ich bereit, Teile meiner Aufgaben abzugeben. Am Ende kann das Problem aber nur durch ein funktionierendes Team gelöst werden. Es scheint zunächst einfach, Dinge abzugeben, aber es funktioniert nur mit Menschen, mit denen man vertrauensvoll zusammenarbeitet, und mit Kollegen und Kolleginnen, die ihre Aufgaben bestmöglich umsetzen. So weiß ich mittlerweile, dass ich mich insbesondere auf meine Teamleads, aber auch auf jedes einzelne Teammitglied, jederzeit verlassen kann.
Auf welche Weise hat dieser Fehler die Beziehungen zu Ihren Kolleginnen und Kollegen (positiv oder negativ) beeinflusst?
GS: Ausschließlich positiv beeinflusst. Durch diese Erfahrung konnten wir Zusammenhalt und Teamgeist aufbauen. Die Unterstützung und der Zusammenhalt waren außergewöhnlich.
RH: Der Verzicht auf das Delegieren von Aufgaben kann definitiv einen negativen Einfluss auf das Team haben. Es führt dazu, dass sich die Teammitglieder nicht wertgeschätzt und eingebunden fühlen. In meinen Augen gehört zum effektiven Delegieren immer auch eine klare Kommunikation über Entscheidungen dazu. Aufgaben im Team sinnvoll zu teilen, stärkt den Teamgeist, zeugt von Wertschätzung jedes einzelnen Teammitglieds und macht uns als Team effizienter.
Wie wird in der Innovation Group mit Fehlern umgegangen? Gibt es eine gelebte Fehler- oder Lernkultur?
GS: Ich habe nie erlebt, dass sich jemand allein gefühlt hat! Wir tragen als Team gemeinsam die Verantwortung in jeglicher Situation und erarbeiten faire Lösungen für alle Beteiligten. Ebenso ermutigen die Führungskräfte die Mitarbeiter.
RH: Ich finde, dass wir eine gelebte Fehler- oder Lernkultur im Unternehmen haben. Diese sollte nur an einigen Ecken noch intensiver betrieben werden. Sowohl wir als Führungskräfte als auch die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sollten mutiger sein und zu Fehlern stehen. Überall wo Menschen arbeiten, können Fehler passieren. Das Wichtige dabei ist jedoch, dass Fehler als Chance zur Verbesserung gesehen werden. Aus Fehlern zu lernen, sie zu analysieren, die Ursachen verstehen, und Lösungen zu finden, sollte noch mehr in den Fokus gerückt werden. Dadurch werden wir noch besser. Dafür bedarf es einer offenen Kommunikation und Feedback. Nicht ohne Grund zählen diese Dinge zu den Leitlinien der Innovation Group.
Gab es Momente, in denen Sie Schwierigkeiten bei der Zusammenarbeit mit Ihren Kolleginnen und Kollegen hatten? Könnten Sie uns ein Beispiel nennen?
GS: In meiner Zeit bei der Innovation Group habe ich eine wichtige Lektion gelernt: Es gibt für alles eine Lösung. Wir müssen nur miteinander sprechen, um Missverständnisse und Fehlinformationen aus der Welt zu schaffen. Eine Herausforderung bestand darin, dass wir unterschiedliche Herangehensweisen bei der Bearbeitung von Beschwerden hatten. Im Beschwerdemanagement ist der Erstkontakt von entscheidender Bedeutung und das haben wir nun in unseren Alltag integriert. Dies forderte jedoch auch organisatorische Umstellungen, die im Team zunächst unterschiedlich angenommen wurden.
RH: Natürlich kommt es auch mal zu Schwierigkeiten in der Zusammenarbeit mit Kollegen und Kolleginnen. Dies ist aber vollkommen normal bei so vielen unterschiedlichen Charakteren und kann in vielen Bereichen auftreten. So kann es sein, dass Kolleginnen und Kollegen verschiedene Erwartungen haben, oder getroffene Entscheidungen nicht ohne Weiteres nachvollziehbar sind. Dann entsteht Unzufriedenheit. Jeder Mensch hat eine andere Persönlichkeit, eine andere Arbeitsweise, eine andere Art der Kommunikation. Wichtig ist, zu verstehen, dass dies normal ist und richtig damit umzugehen. Auch hier liegt die Lösung wieder in einer offenen Kommunikation und in der Bereitschaft, dem Gegenüber zuzuhören. Nur so können Konflikte konstruktiv angegangen und gemeinsam gelöst werden.
Wie haben Sie und Ihr Team diese Schwierigkeiten gelöst?
GS: Im ersten Schritt haben wir gemeinsam mit dem Team die Vor- und Nachteile sorgfältig abgewogen. Wir waren uns einig, dass ein schneller Erstkontakt mehr Vorteile bietet.
Im zweiten Schritt haben wir uns die Nachteile genauer angesehen und durch bestimmte Anpassungen minimiert. Das Ergebnis ist, dass wir effizienter arbeiten und die Beschwerden rechtzeitig bearbeiten können. Dies hatte einen positiven Effekt auf das gesamte Team.
RH: Es gibt eine Methode, die ich bei der Innovation Group von einem unserer Vorstände gelernt habe. Ich nenne sie die „Mülleimer-Runde“. Es gibt immer Situationen, in denen eine schlechte Stimmung latent zu spüren ist. Jeder weiß, dass etwas in der Luft liegt, aber direkt darauf angesprochen, sagt keiner etwas. In diesen Situationen hole ich das Team zusammen und stelle einen Mülleimer auf den Tisch oder virtuell in den Raum. Jetzt kann jeder sein Problem ansprechen. Ist es geklärt, wird es in den Mülleimer geworfen und spielt keine Rolle mehr. Nennt aber keiner ein Problem, dürfen wir davon ausgehen, dass es auch keine Probleme gibt und wir uns ab sofort wieder ohne Murren und Knurren unserem Job widmen. Ich kann aus mehreren Runden berichten: Der Mülleimer ist nie leer geblieben.
Welche Lektionen haben Sie aus diesen Erfahrungen gelernt?
GS: Dass eine gesunde Feedbackkultur die Lösung für die täglichen Herausforderungen ist
RH: Hier schließt sich der Kreis. Die wichtigste Lektion ist eine offene Kommunikation mit allen Beteiligten. Sie fördert Effizienz, Zusammenarbeit, Konfliktlösung, Wertschätzung und am Ende den Erfolg eines Teams und des Unternehmens.
Welchen Ratschlag würden Sie anderen Teams geben, die ähnliche Fehler begehen könnten?
GS: Es ist wichtig, die Teams in Entscheidungen einzubeziehen. Jeder Mitarbeiter sollte über seinen Bereich nachdenken und gemeinsam überlegen, wie wir effizienter arbeiten können. Es muss nicht kompliziert sein, es sollte einfach sein. Alle Teammitglieder sollten sich darauf konzentrieren, die bestmöglichen Arbeitsbedingungen zu schaffen.
RH: Beim Delegieren kann ich nur den Ratschlag geben, sich zu trauen. Delegieren dient am Ende nicht nur dazu, die eigene Arbeitslast zu reduzieren, sondern auch das Wachstum und die Effektivität eines Teams zu fördern. Zum Thema offene Kommunikation würde ich den Ratschlag geben, mutiger zu sein. Durch eine klare Kommunikation, egal ob von Vorgesetztem zu Mitarbeiter oder in die andere Richtung, machen wir uns viele Türen auf und können viel voneinander lernen, um so noch besser und stärker zu werden.
Stuttgart, 5. Juli 2023. Die Innovation Group Deutschland GmbH baut zum 1. Juli 2023 ihre Führungsspitze um. Mark Alagna (51) löst nach mehr als zehn Jahren Matthew Whittall (56) als Chief Executive Officer (CEO) ab. Der langjährige Vorstandsvorsitzende wird sich künftig innerhalb der Innovation Group um den Ausbau strategischer Partnerschaften kümmern und die Geschäftsbereiche weiter internationalisieren. Hierfür wurde die neue Rolle des Chief Strategy Officers (CSO) geschaffen. Mark Alagna wird das operative Geschäft als CEO verantworten. Seine Aufgaben als Chief Financial Officer übernimmt Andreas Leicht als Finance Director.
„Die Innovation Group Deutschland ist in den vergangenen Jahren stark gewachsen. Als einer der führenden Schadenmanager im deutschen Markt wollen wir unsere Position ausbauen und deshalb müssen wir uns stetig weiterentwickeln. Dafür ist es wichtig, immer wieder neue Wege einzuschlagen. Unsere Branche war noch nie so spannend wie jetzt und die nächsten Jahre sind voller Chancen, um unsere Marktposition national wie international zu festigen“, erklärt Matthew Whittall.
In der Funktion als CSO wird sich Matthew Whittall um die strategische Weiterentwicklung und Beratung der Geschäftsbereiche kümmern. Dies umfasst sowohl die Erschließung und den Ausbau von Geschäftspotentialen, den Aufbau und die Pflege neuer Kooperationen und die Erweiterung des internationalen Geschäfts. „Matthew Whittall wird mit seiner umfangreichen Marktkenntnis und seinem visionären Denken einen großen strategischen Beitrag leisten, um die weitere Entwicklung der Innovation Group voranzutreiben“, ergänzt der neue CEO Mark Alagna, in dessen Verantwortung nun alle Geschäftsbereiche der Innovation Group Deutschland liegen. Der Diplom-Kaufmann ist seit 2020 im Vorstand der Innovation Group Deutschland und verfügt über mehr als 20 Jahre Erfahrungen im Automobilumfeld.
Als neuer Finance Director ergänzt Andreas Leicht das Management-Team der Innovation Group Deutschland. Der 52-jährige Diplom-Kaufmann war zuvor mehr als 20 Jahre in verschiedenen CFO-Funktionen in der Automobilwelt tätig. Den aktuellen fünfköpfigen Vorstand der Innovation Group Deutschland komplettieren Jörg Hänsel als Chief Customer Officer, Oliver Breuer als Chief Operating Officer und Markus Unterberger als Chief Development Officer, verantwortlich für den Ausbau der digitalen Schadenmanagementplattform Gateway.
Dienstag, 21. März 2023, 12 Uhr auf dem Messegelände in Leipzig. Es ist der erste Tag der „Schadenmanagement und Assistance“ – dem Branchentreffen der Versicherungswirtschaft in Sachen Schadenmanagement. Ist er es wirklich? Ein perfekt sitzender Anzug, die Krawatte akkurat gebunden, elegante Schuhe – stilsicher wie der echte Bond. Der gutaussehende Gentleman steht am Stand 34. Dort präsentiert die Innovation Group ihre digitale Schadenmanagementplattform Gateway. Er ist mehrheitlich umringt von Damen und auch ein paar Herren, die sich für ein Selfie mit ihm ablichten lassen wollen. „Mein Name ist Brooks, James Brooks.“ Was macht ein Geheimagent am Stand der Innovation Group? Die Antwort finden die Messebesucher im neuen Imagefilm des Schadenmanagers. Er zeigt, wie Mr. Brooks mit seinem Auto einen Unfall hat und die Innovation Group um Hilfe bittet. „Q. Verbinden Sie mich bitte mit der Innovation Group.“
Die „Mission: Alles einfach leicht“ ist längst keine Vision mehr, sondern Realität. In den vergangenen Monaten hat die Innovation Group ihr digitales Schadenmanagement zu einer Marktreife geführt, mit der sie die Schaden-Experten in den Versicherungen überzeugen kann. So bekräftigt Jörg Nigges, ehem. Abteilungsleiter Kfz-Sachverständiger/Dienstleistermanagement der Zurich Gruppe: „Alle großen Player, die an einem Schaden beteiligt sind, können mit einem stark reduzierten Aufwand miteinander kommunizieren. Der Kunde kann seinen Schaden tracken und Vollmachten geben. Die Werkstätten haben nur noch den halben Verwaltungsaufwand. Es ist alles in der Plattform drin.“
Für den „Q“ der Innovation Group, Markus Unterberger, ist die Resonanz der Versicherer der Lohn für harte Arbeit. „In Leipzig haben wir erstmals den kompletten Schadenprozess gezeigt – also den digitalen Weg des Schadens von der Aufnahme bis in die Werkstatt hinein inklusive Kostenvoranschlag und -freigabe und zurück zum Versicherer. Wir haben bewiesen, wie einfach und transparent die Abläufe sind und wie wichtig es ist, alle Player gemeinsam im Boot zu haben“, so der Chief Digital Officer.
„Werkstätten wollen nicht von einem zum anderen System springen“
In Leipzig waren das exemplarisch die Systemanbieter DAT und Audatex, 3C, PDR.Cloud und SoftProject. Sie alle sind Teil des digitalen Ökosystems. Das Ziel von Gateway ist es, alle am Prozess beteiligten Parteien in einer neutralen, für jeden nutzbaren digitalen Plattform zusammenzubringen. Erst kürzlich wurden vier neue Schnittstellen live genommen die es vor allem den Werkstätten leichter machen, ihre Prozesse unter Gateway zusammenzuführen und erstmals ein Reparaturtracking möglich zu machen. „In den Werkstätten hat sich bei der Digitalisierung in den vergangenen Jahren viel getan. Wir haben viele neue Dealer Management Systeme eingeführt. Die Herausforderung in der Praxis ist aber, diese Systeme vollumfänglich zu nutzen und nicht von einem System ins andere springen zu müssen. Wenn Gateway hier die Schnittstellen abbildet, ist das für Werkstätten eine sinnvolle Arbeitserleichterung“, sagt Robert Paintinger, Geschäftsführer des Landesinnungsverbands Karosseriebauer Bayern und ehemaliger Geschäftsführer des BVdP.
Wie wichtig ein ganzheitlicher Ansatz ist, bestätigt Dominik Hertel, Head of Governance in P&C Claims bei der Allianz Versicherung: „Wir müssen schauen, dass wir uns an Ländern orientieren, die sich auf ein Ökosystem geeinigt haben. Nur so können wir den Verwaltungsaufwand wirklich reduzieren.“
„Mit Gateway hat sich vieles beschleunigt“
Mit der Generali ist erst kürzlich ein neuer Versicherer zum Netzwerk der Innovation Group gestoßen, der seine Schadenprozesse vollumfänglich über Gateway steuern lässt. „Wir arbeiten sehr intensiv mit Gateway und konnten so darauf verzichten, alles selbst zu programmieren oder nachzubauen. Das hat vieles beschleunigt“, bestätigt Wolfgang Ockenfels, Partnermanagement Schaden bei Generali Deutschland.
Die „Mission: Alles einfach leicht“ ist auf dem richtigen Weg. Das freut auch den „M“ der Innovation Group, Matthew Whittall, der mit Gateway über viele Jahre Pionierarbeit geleistet hat. „Wir haben in den zurückliegenden Monaten viel Lehrgeld bezahlt und die Prozesse auf Gateway kontinuierlich optimiert, damit sie heute so laufen. Das hätten wir nicht so erfolgreich tun können, wenn wir nicht das Benutzer-Feedback aus den Werkstätten und von Versicherern bekommen hätten“, so der Vorstandsvorsitzende der Innovation Group. Gateway lebt von der stetigen Optimierung und der Interaktion mit allen Partnern – den Versicherern, den Werkstätten, den Systemanbietern und auch den Fahrern.
Mr. Brooks schien zufrieden mit dem Service. Im Imagefilm steht für den Geheimagenten unverzüglich sein Ersatzfahrzeug bereit und er kann seine Mission fortsetzen. Es bleibt vielleicht nur eine Sache zu optimieren. Sollte er das nächste Mal nicht lieber einen Ersatz-Sportwagen und keinen Familiencaravan bekommen? Vielleicht auch nicht. Aber den Grund kennen die echten Fans von 007.
Die Digitalisierung des Schadenmanagements ist herausfordernd. Das weiß niemand besser als die Werkstätten, die derzeit mit unterschiedlichen Systemen arbeiten, um ihre Prozesswelt zu digitalisieren und in ihren Alltag einzubinden. Betriebliche Abläufe zu vereinfachen ist das Ziel: Planung, Kalkulation, Auftragsabwicklung und Abrechnung von Schadenfällen sollen möglichst effizient gestaltet werden. Im Potpourri der Anbieter von Dealer Management Systemen (DMS) kommt es nun darauf an, die Systeme bestmöglich zu vernetzen: Viele Datenströme, eine Anwendung lautet der Wunsch.
Doch leider fehlen oft die Schnittstellen und Daten aus einzelnen Systemen sind nicht automatisch in anderen verfügbar, so dass beim Zusammenführen und Nutzen der Daten ein neuerlicher Mehraufwand entsteht. Höhere Arbeitsaufwände bedeuten höhere Zeitaufwände, was wiederum zu höheren Kosten führt – eine Spirale, die es zu durchbrechen gilt. Deshalb integriert das Softwarehouse Gateway Digital Services (GDS), unter dem die gleichnamige Schadenmanagementplattform seit der Ausgliederung aus der Innovation Group weiterentwickelt wird, kontinuierlich neue Schnittstellen zu Systemanbietern. Ziel ist es, alle am Prozess beteiligten Parteien in einer neutralen, für jeden nutzbaren digitalen Plattform zusammenzuführen.
Im März 2023 kamen vier neue namhafte Branchenspezialisten hinzu: die PlanSo GmbH aus Düsseldorf, das Berliner Softwarehaus PDR.cloud, das KSR EDV-Ingenieurbüro aus Ulm als Anbieter der in vielen Werkstätten gängigen VCS-Lösung sowie das Ingenieurbüro Bücher aus Nottuln, Anbieter der SFK-Dealer-Management-Systems für Kfz-Betriebe.
PlanSo K&L optimiert Auslastungssteuerung
Mit der Einbindung von PlanSo in das digitale Ökosystem von Gateway können Werkstätten ihre auftragsrelevanten Fortschrittsdaten einfach und automatisiert an Gateway übermitteln. Das Ziel der PlanSo-Lösung ist es, den Betrieben ein umfassendes digitales Unterstützungs-Tool an die Hand zu geben, um die Auslastung zu steuern und somit die Effizienz zu steigern. „In Zeiten des Fachkräftemangels und Profitabilitätsdrucks können Werkstätten über das PlanSo-Betriebssystem die betriebliche Auslastung optimieren, indem sie Laufwege reduzieren, administrative Aufwände senken und automatisch generierte Kennzahlen im Blick behalten.“, sagt David Franck, Chief Operating Officer von PlanSo. Über die direkte Anbindung an Gateway entfällt das manuelle Übertragen von Fortschrittsdaten etwa zu Aufträgen von Schadensteuerern wie der Innovation Group. Die täglichen Prozesse werden einfacher, Zeitaufwände und Kosten werden minimiert.
SFK.net unterstützt Prozesssteuerung und Fakturierung
Die Anbindung von Dealer-Management-Systemen (DMS) an die Gateway-Plattform bietet Vorteile für alle Beteiligten. Das gilt auch für die Integration der SFK.net-Software für Kfz-Betriebe, die seit Jahresbeginn zum Ökosystem der Schadenmanagementplattform zählt. Das DMS der Bücher-EDV GmbH strukturiert die Fakturierung, Verwaltung und Prozesssteuerung von Werkstätten. „SFK.net ist für die Integration mit verschiedenen Schnittstellen konzipiert worden, ohne die eine nachhaltige Digitalisierung von Prozessen nicht möglich wäre,“ erklärt Fred Bücher, Geschäftsführer des Ingenieurbüro Bücher. „Uns ist es wichtig, dass unsere Anwendung viele komfortable Schnittstellen enthält, um ein mobiles und flexibles Arbeiten in der Werkstatt zu ermöglichen. Mit diesem Anspruch entwickeln wir unsere Services stetig weiter.“
Über die neue Schnittstelle können die an Gateway angebundenen Werkstätten nun per Knopfdruck den Reparaturstatus in Echtzeit übertragen. Das erhöht die Transparenz und spart der Werkstatt den Aufwand, Status-Updates manuell an die verschiedenen Parteien weiterzuleiten.
PDR.cloud verbindet klassische Systeme mit der Cloud
Das ganzheitliche digitale Werkstattmanagement über Gateway rundet eine weitere DMS-Schnittstelle ab. Über die PDR.cloud werden klassische DMS-Lösungen mit Cloud-Lösungen für Karosserie- und Lackbetriebe verbunden. Ziel ist die volldigitale und flexible Abwicklung von Reparaturaufträgen. „Wenn wir die Digitalisierung der Werkstattwelt konsequent durchdeklinieren wollen, um Werkstätten einen echten Mehrwert in Form von Zeitersparnis, Kosteneffizienz und nachhaltigem Personalmanagement zu bieten, sind Schnittstellenlösungen die einzige Option“, konstatiert Josua Bücher, Gründer und Geschäftsführer des Berliner Start-ups. Die nun geschaffene Anbindung an Gateway zum Echtzeitdatenaustausch von relevanten Termin- und Statusänderungen zielt darauf hin.
VCS ermöglicht kundenfreundliche Fortschrittsmeldungen
Auch die Anwender des VCS-Kalkulations- und Managementsystems von KSR können ab sofort auf Wunsch Fortschrittsdaten aus dem digitalen Werkstattprozess direkt an Gateway übertragen. In einem vorgelagerten Pilotbetrieb konnten Werkstattpartner der Innovation Group die neue Schnittstelle bereits auf Herz und Nieren testen und die signifikante Reduzierung der Datenpflegeaufwände bestätigen. Mit dem aktuellen Update erhalten KSR-Betriebe auch das Gateway Upgrade. Mehr als 60 Betriebe haben dies bereits abgerufen.
Vielzahl der Schnittstellen ist Voraussetzung für einen volldigitalisierten Prozess
Gateway ermöglicht als Software-as-a-Service-Angebot (SaaS) ein weitgehend automatisiertes Schadenmanagement. Mit den neuen Schnittstellen erfüllt die Schadenmanagementplattform den Anspruch, einen vollständig digitalisierten Schadenprozess abzubilden: von der Schadenaufnahme über die Bewertung und Disposition der Reparatur bis hin zur Rückführung des reparierten Fahrzeugs. Über Art und Umfang des Datenaustauschs über die neuen Schnittstellen entscheidet der jeweilige Werkstattbetrieb. Der Datenschutz wird in allen Belangen eingehalten. Hierfür wurde Gateway über ISO 2700:2013 zertifiziert. Gateway folgt dem Ansatz smarter Digitalisierung im notwendigen und sinnvollen Umfang. Über den ‚Management by Exception‘-Ansatz werden regelbasierte Aufgaben automatisiert durchgeführt und nur in Ausnahmefällen ist der Eingriff eines Nutzers vonnöten. Alle beteiligten Parteien sind über webbasierte Oberflächen oder Schnittstellen eingebunden. Als White-Label-Lösung erlaubt die Plattform zudem ein integriertes Branding des Betreibers und ermöglicht ein durchgängiges Marken- und Serviceerlebnis.
Jörg Nigges, , ehem. Abteilungsleiter Kfz-Sachverständiger/Dienstleistermanagement der Zurich Gruppe
Dominik Hertel, Head of Governance in P&C Claims bei Allianz Versicherung
Robert Paintinger, Geschäftsführer des Landesinnungsverbands Karosseriebauer Bayern
Die Innovation Group ist ein attraktiver Arbeitgeber. Das bestätigt eine Meinungsumfrage des internationalen Forschungs- und Beratungsinstituts Great Place to Work®. An der bundesweiten Initiative nehmen jährlich mehr als 100.000 Mitarbeitende unterschiedlicher Unternehmen teil. Abgefragt werden die Arbeitsplatzkultur und Zufriedenheit der Belegschaft. Auch die Innovation Group nahm 2023 erstmals an der Umfrage teil.
Innerhalb der Innovation Group waren 223 Mitarbeitende dabei. Dies entspricht einer Beteiligungsquote von 57 Prozent. Die Umfrageergebnisse zeigen hohe individuelle Zufriedenheitswerte und eine positive Grundstimmung im Unternehmen. Darüber hinaus bestätigen die Mitarbeitenden, dass ihnen die Kultur in der Innovation Group absolut zusagt. Besonders heben sie hervor:
„Wer ein gutes und nachhaltiges Unternehmen sein will, muss sich dem Urteil der Mitarbeitenden stellen. Wir wollten wissen, ob die Innovation Group ein attraktiver Arbeitgeber ist und haben eine positive Antwort bekommen“, sagt Tiziana Baumert, HR-Referentin, People and Culture. Im Oktober 22 fand die Befragung in einem begrenzten Zeitraum von 3 Wochen statt. Gemeinsam mit einem Team aus verschiedensten Abteilungen stellte sie sich zeitgleich dem Kultur Audit und beantwortete Fragen rund um die Themen Kernqualitäten der Innovation Group, strategische Führung, Engagement und vieles mehr.
Die guten Ergebnisse aus der Meinungsumfrage haben dazu geführt, dass sich die Innovation Group für den deutschlandweiten Wettbewerb um die beste Arbeitgebermarke qualifiziert hatte. Hier traten die Stuttgarter Ende vergangenen Jahres gegen 1146 andere Organisationen an, davon 56 aus der eigenen Branche. Das Ergebnis waren drei neue Auszeichnungen als …
Besonders glücklich ist die Innovation Group über die Auszeichnung als „Beste Arbeitgeber Baden-Württemberg 2023“. Matthew Whittall, Vorstand der Innovation Group, sagt: „Wir sind stolz darauf, dass unsere harte Arbeit und unser Engagement Früchte tragen. Gemeinsam mit unseren Mitarbeitenden haben wir ein großartiges Klima geschaffen.“ Besonders wichtig sind Werte wie eine offene Kommunikation und Transparenz. So wurden ein „Wisdom Council“ und Open-Space Termine geschaffen, in denen eine transparente Kommunikation auf allen Ebenen gelebt werden soll. Auch Jörg Hänsel, CCO der Innovation Group, zeigt sich begeistert: „Offen miteinander zu kommunizieren, ist für eine erfolgreiche Unternehmensentwicklung wichtig. Da müssen wir im Management mit gutem Beispiel voran gehen. Schließlich ist es unser ureigenes Interesse, als ein guter Arbeitgeber wahrgenommen zu werden und wir brauchen ein ehrliches Feedback vom ganzen Team.“
Die Digitalisierung der Schadenwelt ist in der Innovation Group eine ganzheitliche Aufgabe. Bereits 2015 hat IG Parts seine Teilebeschaffung digitalisiert. 2022 haben die Experten für die Ersatzteillieferungen einen digitalen Marktplatz (innovation.marktplatz.de) für Werkstattpartner eingerichtet mit einem umfassenden Angebot an Werkstattausrüstung, Karosserieausrüstung, Lackierausrüstung, E-Mobilität und allgemeinem Werkstattbedarf und -zubehör. Gute Resonanz bei Werkstätten erlebt derzeit das Kalibrierungs- und Diagnosesystem “Innovation Diagnostics“. Mit ihm können Werkstätten zahlreiche diagnosetechnische Arbeiten für unterschiedliche Fahrzeughersteller in ihren eigenen Werkstatträumen durchführen lassen. „Der Vorteil liegt für Multimarken-Werkstätten auf der Hand. Sie müssen keine Termine mehr bei den unterschiedlichen Händlerwerkstätten vereinbaren und sparen damit Zeit und Kosten“, sagt Norman Gringer, Geschäftsführer von IG Parts.
Einzige Voraussetzung für den Einsatz des Innovation-Diagnostics-Tools ist eine Internetverbindung mit entsprechender Bandbreite. Die diagnosetechnischen Arbeiten werden zentral von den Innovation Group-Experten umgesetzt. Dafür werden die Fahrzeuge über ein Endgerät mit OBD-Stecker an das System angeschlossen. Hierüber ziehen die Werkstätten ein Ticket und binnen weniger Minuten kann die Diagnose beginnen. Rückfragen zwischen Werkstatt und Service-Team werden ebenfalls über das Ticket-System generiert, an das auch eine Chat-Funktion angeschlossen ist.
Rund 15 Aufträge wickelt das Service-Team in der Innovation Group täglich ab. Die Arbeiten reichen von der Diagnose bei Problemfällen über Programmierungen und Codierungen, bis hin zur Schlüsselprogrammierung, zur Zurücksetzung des Service-Intervalls oder zur Programmierung und Kalibrierung der Fahrerassistenzsysteme. Ursprünglich wurde das Kalibrierungs- und Diagnosesystem 2020 von den Autoglas-Spezialisten von Wintec entwickelt. „Wir erfahren einen guten Zulauf über die Werkstätten, denn es zeigt sich, dass hier die Zentralisierung weitreichende Mehrwerte bietet“, erklärt Stefan Schmadtke, Geschäftsführer der Wintec Autoglas GmbH.
Um den Austausch zwischen Kfz-Werkstätten und dem Service-Team der Innovation Group während einer Reparatur zu verbessern, hat der Schadenmanager vor einem Jahr eine neue Chat-Funktion über die Schadenmanagement-Plattform Gateway eingeführt. Statt zum Telefon zu greifen, können Werkstattpartner seither ihre Fragen in einen Chat stellen. Rund 100 Chat-Anfragen erhält das Team in der Innovation Group täglich. Darunter sind viele Fragen zu Standard-Prozessen wie etwa zu Verrechnungssätzen, Rechnungsprüfungen oder auch zur Teilebeschaffung. „In der Zeit, in der wir früher nur ein Telefonat abwickeln konnten, können wir heute drei Chat-Anfragen bearbeiten“, erläutert Eva Topüth-Heymer, Director Operations in der Innovation Group. Der neue Kommunikationsweg ersetzt immer häufiger den Telefonanruf. Vor allem in Stoßzeiten mit vielen Reparaturaufträgen bringt der neue Kommunikationsweg deutliche Vorteile: „In 90 bis 95 Prozent der Fälle können wir die Anfragen der Werkstattpartner direkt im Chat – also binnen weniger Minuten – lösen“, erklärt Eva Topüth-Heymer. „Bei umfangreicheren Themen bieten wir auch weiterhin einen telefonischen Rückruf an, um hierüber persönlich die Anfragen zu besprechen.“
Durch die neue Chat-Funktion werden die Prozesse im Schadenmanagement der Innovation Group weiter vereinfacht und nehmen vor allem weniger Zeit in Anspruch. Dies bestätigt auch das Feedback aus den Werkstätten. 40 Prozent der teilnehmenden Werkstattpartner bewerten nach einem Chat-Kontakt die Serviceleistung. „90 Prozent der Rückmeldungen zu unserer Servicequalität sind positiv. Das bestätigt uns darin, dass die neue Chat-Funktion in den Werkstätten Anklang findet“, so Topüth-Heymer.
Das Service-Team der Innovation Group ist wochentags von 9 bis 16 Uhr über den Chat erreichbar. Werkstattpartner, die ihre Aufträge über Gateway erhalten, können die Funktion nutzen. Neben dem Chat können die Werkstätten ihre Rückfragen auch über eine so genannte Aufgabe an das Service-Team richten. In beiden Fällen wird ein Ticket in Gateway ausgelöst, über das binnen kurzer Zeit eine Antwort an die Werkstätten erfolgt.